Kloster der Dominikanerinnen

Kloster der 
Dominikanerinnen

Landsberg am Lech

Neugestaltung und Neues Programm

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

nachdem aus technischen Gründen die Seite sich einige Tage lang im Umbau befand, können Sie nun wieder auf alle Inhalte zugreifen. Einiges wurde umgestaltet; so finden Sie etwa die Seiten zu Geschichte und Aufgaben der Klostergemeinschaft als Unterpunkte der Seite "Konvent". Für manche weiterhin bestehenden optischen Unstimmigkeiten bittet der Webmaster, der diese Seite auch nur ehrenamtlich pflegt, um Verzeihung und um den wohlwollenden Blick der Besucher/innen.


Das wichtigste für Sie wird aber die Bereitstellung des aktuellen Programms für das erste Halbjahr (und zum Teil darüber hinaus) 2017 sein. Sie finden dort wie üblich eine Vielfalt geistlicher und kreativer Angebote, und können nunmehr auch das gesamte Programm als PDF-Flyer herunterladen. Wir, die Schwestern des Klosters zur Heiligsten Dreifaltigkeit, freuen uns sehr auf Ihren Besuch, sei es auf unserer Internetseite, sei es in unserem Kloster an der Münchener Straße!

Advent - Zeitenwende

Advent - Zeitenwende? Wieso denn das? "Advent" heißt doch "Ankunft", Advent ist das Warten auf Weihnachten, Advent ist...

... eben auch Zeitenwende. Damals - heute - dereinst in den letzten Tagen.

Zeitenwende damals war, als Maria in Erwartung der Geburt war, freudig und bangend zugleich, eine Zeitenwende in ihrem Leben, aber noch viel mehr eine Zeitenwende für die Menschheit: Jesus, der Messias, der Gesandte und Sohn Gottes, sollte wirklich und wahrhaftig in die Welt kommen. Eigentlich unerhört - und unerhört blieb Jesu Botschaft auch bei vielen. Aber er kam, und mit ihm eine Zeitenwende. Auch, im Nachhinein, in unserer Zeitrechnung. Aber vor allem im Dasein der Menschheit: Es gab die Zeit vor Christus, und die Zeit nach Christus. Und die Zeit nach ihm kannte und kennt seine Botschaft - und sollte sie auch umsetzen.

Zeitenwende heute ist immer dann, wenn wir eine neue Chance bekommen, wenn es uns ermöglicht wird, neu zu starten, die alten Wege zu verlassen,  uns zu besinnen auf das, was wirklich zählt, auf das, was wir wirklich tun sollen, auf das, was wir wirklich sein können - Zeugen Seiner Botschaft und Seiner Liebe. Zeitenwende ist jeder Advent, der Beginn des neuen Kirchenjahres, aber auch jedes Umkehren des Einzelnen.

Zeitenwende dereinst wird sein, wenn die letzten Tage anbrechen und die Ankunft des Weltenrichters bevorsteht. Christus, das ewige Wort des Vaters, der schon einmal als Jesus von Nazareth zu den Menschen gekommen war, wird dann in seiner ganzen Herrlichkeit zurückkehren und die Welt zur Vollendung führen. Eine Zeitenwende, nach der es keine Zeit mehr geben wird.

 Advent - Zeitenwende. Lassen wir diese Chance nicht verstreichen.

Nachruf auf Sr. M. Leonharda Menzinger OP †

Am 12. Januar 2016 rief Gott der Herr unsere liebe Sr. Leonharda  im Alter von 88 Jahren und im 50. Jahr ihrer Profess zu sich heim.

Sr. Leonharda wurde am 25. August 1927 in Bitzenhofen, Landkreis Friedberg, geboren und erhielt in der Taufe den Namen Maria. Ihre Kindheit verbrachte sie mit fünf Geschwistern auf dem elterlichen Hof. Durch den frühen Tod der Mutter (Maria war gerade 13 Jahre alt), durch die Kriegszeit und den Tod von drei Brüdern im Krieg war ihre Jugend von Leid und schwerer Arbeit in Haushalt und Landwirtschaft geprägt. Ihr Glaube und der Zusammenhalt der Familie hat sie durch alle schweren Zeiten getragen.

1963 kam sie zur Mithilfe in der Hauswirtschaft in die damalige Haushaltungsschule im Klostergut in Landsberg. Hier begann für sie ein neuer Lebensabschnitt: Langsam reifte in ihr die Ordensberufung und der Entschluss, um Aufnahme ins Kloster zu bitten. Sie trat am 8. September 1964 in unser Kloster ein und legte am 22. Mai 1966 die Profess ab.

Sr. Leonharda war zunächst im Klosterhaushalt tätig. Ab 1968 bis zur Auflösung der Tierhaltung im Klostergut arbeitete sie selbstständig, mit großer Fachkenntnis und Fleiß im Stall. Im Anschluss an diese Zeit brachte sie sich in verschiedenen Diensten für die Gemeinschaft ein, bis sie, bedingt durch gesundheitliche Einschränkungen, nach und nach vieles aufgeben musste. Sr. Leonharda widmete sich im Alter vermehrt dem Gebet. Hier durfte sie noch tiefer in ihre Ordensberufung hineinwachsen. Daraus schöpfte sie auch die Kraft für ihr Leben.

Ihre besondere Begabung war das Orgelspiel. Auf 70 Jahr Organistendienst konnte sie zurückblicken, als sie den Dienst beendete. Dabei hat sie immer betont, sie würde in erster Linie zur Ehre Gottes spielen. Man spürte ihre Freude am Orgelspiel und ihr Verständnis für die Erfordernisse der Liturgie, die sie gewissenhaft und einfühlsam umzusetzen verstand.

Ab Dezember 2015 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zusehends. Ruhig und gelassen erwartete sie ihren Herrn, dem sie in ihrem Ordensleben mit ganzer Hingabe gefolgt war und der sie nun zu sich heim rief. Möge der Herr unserer Sr. Leonharda in seiner barmherzigen Liebe Frieden und ewige Freude schenken.