Kloster der 
Dominikanerinnen

Landsberg am Lech

Geschichte der Landsberger Dominikanerinnen 

September 1845 Sechs junge Schwestern aus dem Dominikanerinnenkloster St. Ursula in Augsburg ziehen ins ehemalige Ursulinenkloster in Landsberg ein. Auf Wunsch des Bürgermeisters und der Stadt sollen sie sich der verschiedenen Erziehungs- und Bildungsaufgaben annehmen. Sie beginnen mit dem Unterricht in der Elementarschule, an die sich bald die Sonntagsschule anschließt. Schon bald werden den Dominikanerinnen sämtliche Bildungsmöglichkeiten, vom Kindergarten bis zur gewerblichen Fortbildung, übertragen. Die junge Schwesterngemeinschaft wächst rasch.

 

1867 werden auf Bitten der Regierung 13 Schwestern für den Unterricht in der Volksschule in Dießen freigegeben. Nach knapp 20 Jahren wird diese Filiale ein selbstständiges Kloster.

1898 kauft die Ordensgemeinschaft ein landwirtschaftliches Gut in der Münchener Straße, das zum Lebensunterhalt des Klosters beitragen soll. 


1933-1945 In diesen Jahren werden den Schwestern alle Wirkungsmöglichkeiten in Erziehung und Bildung genommen. Die Erweiterung der klostereigenen Schneiderei und der vielfältige soziale Einsatz der Schwestern helfen über diese schwere Zeit hinweg. Nach Kriegsende kehren sie bald wieder in ihre pädagogischen Aufgaben zurück.

 

1950 gründen die Schwestern eine Mädchenmittelschule, die sie 19 Jahre lang führen und dann der Stadt übergeben.

1956 erfolgt der Ausbau des Wohnhauses und die Errichtung einer Haushaltungsschule, die sich schließlich zur Berufsfachschule entwickelt und mit Erfolg bis 1991 geführt wird. Bis zur Gegenwart können Mädchen eine betriebliche Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolvieren, während im Gutshof junge Männer zu Landwirten ausgebildet werden.

 

1975 gründet der Landsberger Konvent eine Filiale in Südindien, die rasch zu einer großen Gemeinschaft heranwächst und 1998 eine selbstständige Kongregation wird.

1985 zieht die Schwesterngemeinschaft aus dem ehemaligen Ursulinenkloster in das ordenseigene Haus an der Münchener Straße um.



1991 Seit der Schließung der Schule bieten die Schwestern in ihrem offenen Haus den Mitmenschen vielfältige Möglichkeiten, den Glauben zu vertiefen und zu stärken, zur Ruhe zu kommen, Kontakte zu pflegen und Hilfe für den eigenen Lebensweg zu suchen und zu finden.